Theropoden-Donnerstag 49: Afrika im Zoo Berlin Teil 1

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Hab ich heute mal eine schöne Sammlung rezenter Theropoden für euch! Ich gehe einfach mal den Afrika-Teil des neuen Vogelhauses im Zoo Berlin durch, minus die Freiflugvoliere, die einen eigenen Beitrag wert ist.

Wie erwähnt sind die meisten Käfige nur mit ein oder zwei Arten belegt. Manchmal kommt noch zu zwei fliegenden Arten eine (de facto) nicht fliegende, zum Beispiel eine Wachtel. Eine der wenigen Ausnahmen ist dieser riesige Käfig:

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Decken-Toko (Tockus deckeni) und Starweber (Dinemelli dinemelli) teilen ihn sich mit

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Lappenstares (Creatophora cinerea; oben ein Männchen im Brutgefieder) und

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Tamburintäubchen (Turtur tympanistria), die sich nicht wirklich fotogen präsentieren wollten, und mit

tanning

Ja, dieser Kaptriel (Burhinus capensis) ist recycled; ich habe diesmal einfach kjeine gescheiten Bilder bekommen, wegen des verdammten Drahtgitters, die Biester klebten zu nah dran.

Insgesamt sind das eins-zwei-drei-vier-fünf Arten in einem Käfig. Juhu!

Ach, ihr wollt wissen, wir ich sowohl Toko als auch Weber gleichzeitig scharf auf das Bild bekommen habe, trotz der Entfernung zwischen ihnen? Verrate ich euch – wenn ich mal zeit finde, einen weiteren beitrag darüber zu schreiben, wie man hugin benutzt.

Weiter zum nächsten Käfig.  Stichelraken (Coracias naevius) sind Alleinmieter. Obwohl ich ziemlich sicher bin, dass ein gweisser geschätzter Kollege jetzt jammern und schimpfen wird, dass man das Federviech allüberall sieht (was nur allzu wahr ist), sind es trotzdem hübsche Vögel.

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Im nächsten Käfig, wieder eine artliche Einzelhaft, sind Sengal-Furchenschnäbel (Lybius dubius) untergebracht. Der unten scheint recht stolz auf seinen Bart zu sein, der im Englischen auch namensgebend ist.

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Von den drei Arten im nächsten Käfig war eine furchtbar hektisch, aber liecht zu knipsen, da einfach so viele Individeun im Käfig sind, dass die liebsten Ausruhplätze permanent belegt sind.

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Scharlach- oder Karminspinte (Merops nubicus; de.wikipedia kennt sie nur auf der Familienebene);sie tickten ziemlich aus, als die Pflegerin kam, um sauber zu machen. Ebenfalls hektisch, aber im allgemeinen Chaos klug genug, sich einfach still ins Eck zu setzen: ein Wiedehopf (Upupa epops).

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Diese ziemlich abgefahrenen Vögel bewohnten ein sehr großes Areal inklusive Deutschlands, aber ich habe noch nie einen in freier Wildbahn gesehen 😦 Habitatzerstörung und DDT haben ihnen sehr zugesetzt, aber immerhin gibt es dank umfassender Schutzmaßnahmen um die  400 Brutpaare.

Richtig schwer fiel mir das Ablichten mit dem Waffenkiebitz (Vanellus armatus), einen ebenfalls in Zoos recht häufigen Vogel. Nur einer war zu sehen, und der blieb eng am Gitter und guckte mich böse an. Aber ich konnte ihn austricksen, indem ich weg ging, und dann schnell wiederkam, als er damit beschäftigt war, den Pfleger böse anzugucken.

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Im nächsten Käfig geht es richtig bunt zu, mit  Amethystglanzstar (Cinnyricinclus leucogaster) und Genickbandweber (Ploceus castaneiceps). Beide bei de.wikipedia ohne Artikel. Die Weber-Männchen sind golden, die Weibchen viel grüner und weniger auffällig.

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Die beiden quietschebunten Arten haben Gesellschaft von – endlich! – einer Wachtel. Der Harlekinwachterl (Coturnix delegorguei), um genau zu sein. Harkelinwachtel nix wolle Fotos 😦 Trotzdem kam ein ganz brauchbares heraus, als sich der Vogel aufrichtete. Ob für einen bessern Überblick oder als Drohgebährde weiß ich leider nicht.

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Ein weiterer sehr großer Käfig ist für den Silberwangenhornvogel (Bycanistes brevis). Der war mit putzen beschäftigt, was die Fotoausbeute beschränkte. Interessanterweise nutzt er nicht den Kot des Männchens, sondern den Speichel des Weibchens als Bindemittel für den Lehm, mit dem die Bruthöhle zugemauert wird.

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Dann gibt’s noch fluffige graue Bälle (Marmorspätzling [Pseudonigrita arnaudi]) und passend kolorierte Kaptäubchen (Oena capensis). Immerhin habe ich ein Bild von einem Spätzling, der sich nicht zum unkenntlichen Federknäuel aufplustert. Alle Vögel saßen auf den obersten Zweigen nah am Gitter;ich hatte viel Glück, verwertbare Bilder zu bekommen.

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Zwei kleine Vögel gaben ihr Bestes, um meine Fotoavancen abzuwehren. Den Mosambikgirlitz (Serinus mozambicus) habe ich erwischt, aber nur dieses eine Bild, das auch nur nach reichlicher Bearbeitung erträglich ist.

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Sein Käfiggenosse, der Kupfernektarvogel (Cinnyris cupreus; mal wieder ne Familienseite), stellte sich als noch schlimmer heraus, weil seine dunkle Farbe Gegenlichtaufnahmen noch schwere machte. Aber dann – sieh da, Sidol! – machte ich dieses Bild:

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Er singt!

Ich denke mal, das ist ein gutes Bild, um den Artikel zu beenden.

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About Heinrich Mallison

I'm a dinosaur biomech guy working at the Museum für Naturkunde Berlin.
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2 Responses to Theropoden-Donnerstag 49: Afrika im Zoo Berlin Teil 1

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