Australien im Vogelhaus des Zoo Berlin, Teil 1

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Es ist jetzt schon eine ganze Weile seit dem letzten Beitrag über das neue Vogelhaus im Zoo Berlin vergangen, daher nehme ich an, dass sich alle vom Federsturm erholt haben, und bereit für die nächste Dosis sind. Diesmal sind die australischen Vögel dran. Als erstes einer, der bei Zoologen sehr beliebt ist, weil er seinen Namen im Flug dauernd laut verkündet (sagt Mark Carwadine): der Kea (Nestor notabilis).

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Man beachte den Schnabel (gut zum Scheibenwischerabreissen)und die kräftigen Füße (gut, um jede Menge anders Unheil anzurichten). Wie alle anderen Papageien sind Keas klug, neugierig, stark und immer am Unsinn machen. Viel mehr als andere Papageien, scheint es. Der Käfig im Berliner Zoo war bei meinem letzten Besuch noch heil, aber einige der anderen Papageienkäfige waren mit einer Plane abgetrennt, wegen Renovierung.

Neben den Keas sind zwei hübsche Finkenarten aus der Gattung Poephila untergebracht, Maskenamadine (Poephila personata) und Gürtelgrasfink (Poephila cincta). Letzterer heißt auf Englisch Black-throated finch, also Schwarzkehlenfink. ich lass euch mal raten, welcher welcher ist. Beide leben im offenen Grasland oder offenen Wäldern und sind gesellig.

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Nun ein Sittich, eine Taube und eine Wachtel. Ja, das ist nun keine Überraschung. Immerhin kann ich die Wachtel ab ovo zeigen.

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Eier und …

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erwachsener Hahn der Zwergwachtel (Coturnix chinensis). Die Zwergwachtel und die nun folgende Grünflügeltaube (Chalcophaps indica) kommen nicht nur in Australien vor, sondern quer durch Südostasien, und würden somit auch gut in den entsprechenden Bereich des Vogelhauses passen.

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und nun endlich der versprochene Sittich: der Schönsittich (Neophema pulchella). Ich hätte den ja den Langweiligen Schlafsittich genannt.

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Jetzt, da wir die obligatorische Taube und Wachtel aus dem Weg haben, können wir mit etwas anderem weitermachen – einer Taube und einem Finken! Von den beiden entkam die Spitzschopftaube meinen Bemühungen, sie auf Film zu bannen… äh, sie digital zu verewigen. Daher gibt’s hier nur den Binsenastrild (Neochmia ruficauda). Immerhin sind mehrere auf einem Bild, auch wenn das natürlich kein Trost für das Fehlen dieses seltensten der seltenen Vögel ist, der Taube 😉 Und immerhin hatte ich die Spitzschopftaube schon beim ersten Besuch erwischt.

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Im nächsten Käfig findet sich endlich mal eine Abwechslung von der sonst recht einheitlichen Wachtel-Taube-Fink-Sittich-Prozedur:

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Schaut mal! Coturnix chinensis, die Zwergwachtel! Noch nie gesehen! Diesmal eine Henne. Der andere Bewohner des Käfigs istAustralia_10

der Spitzschwanz-Gürtelgrasfink (Poephila acuticauda). Na gut, dann sind wir mit den drei Arten von  Poephila endlich durch, und haben Männlein wie Weiblein der Zwergwachtel gesehen. Was nun?

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Eine Taube!!! Es ist EINE TAUBE!!!!!!!

Genauer gesagt, die Wongataube (Leucosarcia melanoleuca).

Nun aber wird der Käfiggenosse sicherlich endlich mal KEIN FINK sein, oder? Bittebittebitee??????? Und tatsächlich werden wir verschont! Darf ich den Blauohr-Honigfresser (Entomyzon cyanotis) vorstellen?

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Im letzten Käfig gibt’s dann einen wirklich coolen und außergwöhnlichen Bewohner, den Eulenschwalm (Podargus strigoides).

Zum Abschluss habe ich noch ein Foto eines Vogels, der im Außen- statt im Innenkäfig unterwegs war. Es ist glaube ich der Vogel, den jeder am ehesten mit Australien assoziiert, der Lachende Hans (Dacelo novaeguineae) oder Jägerliest. Das Foto vermittelt auch einen guten Eindruck von den Schwierigkeiten, die die Metallgitter dem Fotografen machen. Ich musste meinen Zoom ganz weit runter schrauben, um den Vogel ohne störende graue, von den Drähten verursachte Unschärfe auf’s Bild zu bekommen. Das erste Bild ist ein Ausschnitt in voller Auflösung, der zweite das gesamte Bild auf 1/9 verkleinert. Bäh!

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About Heinrich Mallison

I'm a dinosaur biomech guy working at the Museum für Naturkunde Berlin.
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